Traditionelle Ausrüstung

Traditionelle Ausrüstung der Peter-Paul-Garde Villmar

Garde-mit-Damen

Gardisten
Preußische Uniformen, Helm mit Hessenadler, 88er Gewehr und Säbel

Gardefrauen
Kleider im Biedermeier-Stil

Kanone
Nachbau einer  napoleonischen Kanone aus dem Zeitraum 1790-1810, die 1992 von Karl Scheu nach einem Entwurf von Wolfgang Müller gebaut wurde. Die Lafette und die Räder sind aus Holz mit Eisenbeschlägen, das Kanonenrohr ist aus Stahlguss und wurde von der Firma Passavant gegossen und von Wolfgang Müller der Garde gestiftet. Für eine Gebrauchsladung benötigt man 80 gr. Schwarzpulver. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurde die Böllerkanone mit Kaliber 41 Geräte-Nummer 91B541) durch das Beschussamt Mellrichstadt beschossen.

Kanoniere mit Kanone

Kanoniere mit Kanone

Vereinsfahne
Die erste Vereinsfahne der Peter-Paul-Garde aus dem Jahre 1982, war eine Fahne der Marke „Eigenbau“, die hauptsächlich und liebevoll von Lilo Müller (Schwiegertochter des damaligen Gardemajor Willi Müller sen.) gefertigt wurde.  Die alte Fahne begleitete die Garde fast zwanzig Jahre bei ihren Auftritten und zeigte das Villmarer Gemeindewappen mit dem Schriftzug „Peter-Paul-Garde Villmar“. 

Im Jahre 2001 wurde eine neue Vereinsstandarte mit den Maßen 80 x 80 cm  bei der Firma Fahnen Kössing aus Schlierling bei Regensburg in Auftrag geben.

Auf einem Untergrund aus mittelblauen Brillantsamt ziert die erste Seite das Wappen der Gemeinde Villmar. umrahmt wird das Wappen von dem Schriftzug „Peter-Paul-Garde Villmar “ mit den Jahreszahlen der Gründung 1980 und der Fahnenweihe 2002. Das Wappen ist in Kurbelstickereitechnik vollkommen ausgestickt und die Schriftzüge in goldlurex gehalten.

Auf der zweiten Seite der Fahne ist als Motiv die Kirche mit Brücke und der Lahn frei auslaufend dargestellt. Dass heißt, das Motiv ist nicht in einen Rahmen eingefasst und stellt sowohl in Ausführung als auch Qualität eine Rarität unter den Standarten dar. Um das Mittelmotiv ist wiederum eine Schrift in goldlurex angebracht: „Kirche St. Peter und Paul Villmar 2002“.

Segnung der Vereinsfahne durch Pfarrer Daum im Jahre 2002

Segnung der Vereinsfahne durch Pfarrer Daum im Jahre 2002

Die Standarte ist an zwei Seiten mit Goldfransen besetzt, an der dritten und vierten Seite mit Schlaufen. Zur Ausstattung gehören ein Bannerträger, eine Fahnenstange, eine Fahnenspitze, ein Tragegurt und eine Klarsichthülle für die Standarte.

Böller
Vier über 300 Jahre alte Böller, die im Volksmund „Katzekipp“ genannt werden.
Gewicht: ca 50 Kilogramm, Kaliber : 41 Millimeter, Zündung: Früher wurde der Böller mit Zündkraut auf der vorhandenen Pulverpfanne durch einen glühenden Eisenstab, heute mit einem elektrischen Satzauslöser zum Schuß gebracht.

Drei alte Böller (über 3oo Jahre ) sind in „Stellung“,auf dem Haarberg, in Richtung der 1745/49 erbauten Pfarrkirche St.Peter & Paul.

Drei alte Böller (über 3oo Jahre ) sind in „Stellung“,auf dem Haarberg, in Richtung der 1745/49 erbauten Pfarrkirche St.Peter & Paul.

Schon nach dem Kriegsende hatte die Kerngemeinde Villmar die Tradition des Böllerschießens an Peter und Paul wieder aufgenommen. Karl Scheu aus Villmar sorgte seit 1948 ehrenamtlich als Sprengberechtigter für ein reibungsloses Salutschießen. Die vier alten gemeindeeigenen Böller werden, unter Mithilfe zweier Schützen, auf dem Haarberg in Richtung Dorfmitte in Stellung gebracht

Noch heute werden die Böller ordnungsgemäß alle vier Jahre beim Staatlichen Beschussamt in Mellrichstadt geprüft, beschossen und mit Nummern regiestiert.
webBoellerMarioKarl_k