„War der berüchtigte Räuber Schinderhannes – der Robin Hood seiner Zeit?“

Präsentation 3

Ein Vortrag von Dr. Dr. Mark Scheibe am 16. März um 19:30 Uhr in der König-Konrad-Halle Villmar, verspricht tiefe Einblicke in das Wirken des Johannes Bückler, genannt Schinderhannes. Eintritt frei! Von den Taunuswäldern bis in den Orinokodschungel, oder wer denkt schon bei Mangroven, Krokodilen, Malaria oder Gelbfieber an den Räuberhauptmann. Viele ältere Mitbürger verbinden mit dem Namen Schinderhannes, den weltberühmten Schauspieler Curd Jürgens, der 1957 im gleichnamigen Kinofilm den charismatischen Räuberhelden und Freiheitskämpfer aus dem Hunsrück spielte. Doch im wirklichen Leben war der Schinderhannes kein sagenumworbener Superheld oder der Robin Hood aus dem Hunsrück-Forest. Vielmehr verbrachte er die meiste Zeit seiner kriminellen Karriere im heimatlichen Taunus. Auch aus der näheren Umgebung von Villmar sind viele Geschichten, Legenden und Sagen, wo er gefeiert und gelagert haben soll, bekannt. Insbesondere die Hasenmühle in Idstein-Heftrich, die Johannes Bückler unwiderstehlich anzog, war nach Raubzügen ein geheimer Schlupfwinkel. Mehr als 130 nachweisbare Straftaten, darunter fünf Tötungsdelikte, haben ihm den erhofften kriminellen Ruhm zu Lebzeiten sehr spät eingebracht.

Im Mai 1802 wurde der Schinderhannes bei Wolfenhausen, in der Nachbargemeinde von Villmar, gefangengenommen und in Runkel eingesperrt. Sein Leben endete bereits 1803 im Alter von 24 Jahren unter der Mainzer Guillotine. Das kurze, aber sehr intensive Leben bescherte ihm jedoch mindestens vier Kinder, zwei davon sind im Taunus geboren. Seine letzte Liebe, Julchen, schenkte ihm zwei Kinder.

Der Referent des Abends, Dr. Dr. Mark Scheibe, hat in mehr als 20 Jahren weitestgehend alle Sagen und Tatsachenberichte des Johannes Bückler, alias „Schinderhannses“, in unserer Region zusammengestellt. Im Rahmen seiner juristischen Doktorarbeit in Mainz konnte er mehr als 1.000 Straftaten aus jener Zeit auswerten. Um den Geheimnisses des Schinderhannes auf die Spur zu kommen, forschte Dr. Scheibe in Südamerika und lange Zeit in den Nationalarchiven von Paris, da in dieser Zeit unsere Region im Einflussgebiet Frankreichs lag.

 

Ein Abend der kriminelle und geschichtliche Spannung verspricht!

 

Über eine Spende zu Gunsten der Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815
wären wir sehr dankbar.

Ihre Peter-Paul-Garde Villmar e.V.

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